Fort Jesus, Mombasa

File 672Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Hafenstadt Mombasa ist Fort Jesus am Rande des alten Zentrums. Gebaut wurde die Festung gegen Ende des 16. Jahrhunderts von den Portugiesen, die Baupläne gehen auf den italienischen Architekten Giovanni Battista Cairato zurück. Das Bauwerk diente als Schutz vor Eindringlingen in den Hafen und war gleichzeitig der portugiesische Stützpunkt für Fahrten nach Indien. Viele verschiedene Herrscher nutzten das Fort, der Sultan von Sansibar beispielsweise verwandelte es in eine Garnison. Unter den Briten diente das massive Bauwerk vor allem als Gefängnis.

File 798Heute ist Fort Jesus eine anerkannte Sehenswürdigkeit, in der sich auch das Stadtmuseum von Mombasa befindet. In den 1960er Jahren wurde das Fort aufwändig renoviert und ist damit eines der besterhaltensten dieser Art. Aufgrund ihrer beeindruckenden Bauweise wurde die Festung 2011 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen. Allein das Gebäude ist sehenswert: Hinter einem dicken Mauerwerk verbirgt sich ein weitläufiger Platz, der von Türmen gerahmt ist. Verschiedene historische Gebäude, Kanonen und alte arabische Inschriften an den Wänden lassen den Besucher in die Vergangenheit eintauchen. Während die äußeren Mauern großteils unversehrt sind, sind einige der Gebäude innerhalb der Festung nur noch als Ruinen erhalten. Wer an zusätzlichen Informationen interessiert ist, sollte sich einen der Audio-Guides besorgen, die es auch in deutscher Sprache gibt. Von einigen Plätzen aus hat man einen herrlichen Blick auf das Meer und die Küste.

Das Stadtmuseum befindet sich in einem Teil, der einst als Unterkunft für die Soldaten diente. Hier gibt es eine detaillierte Ausstellung über die Geschichte und die Kultur der Suaheli-Küste. Eindrucksvoll ist auch die Ton-und-Licht-Show, die mehrmals wöchentlich im Fort Jesus stattfindet. Auf sehr unterhaltsame Weise wird dem Besucher die Geschichte der Festung nahegebracht, auch ein Abendessen gehört zu diesem Event.