Geschichte Kenia

 

 Jahr Ereignis
Ab 2000 v. Chr. In Ostafrika finden verschiedene Völkerwanderungen statt, es wanderten Kuschiten und Bantu-Völker in das heutige Gebiet Kenias ein.
1498 Die Portugiesen erreichen die ostafrikanische Küste und erobern unter anderem Mombasa. Sie bestimmen für die nächsten Jahrzehnte den Handel der Region.
1728 Einwandernde Araber kämpfen mit den Portugiesen um die Macht an der ostafrikanischen Küste.
Ab 1837 Der Sultan von Sansibar – Sultan Sayd von Oman – regiert das heutige Kenia.
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts Europäische Forscher und Missionare dringen in das Inland Kenias vor. Zu ihnen gehören unter anderem der deutsche Missionar Johann Ludwig Krapf sowie der Schotte Joseph Thomson.
Ab 1890 Die Briten erhalten nach Verhandlungen mit den Deutschen die Kontrolle über Kenia und Uganda, da das Deutsche Reich im Gegenzug die Insel Helgoland zurückerhält. Die beiden ostafrikanischen Länder werden von der britischen Kolonialregierung zum Protektorat Britisch-Ostafrika zusammengeführt. Eine Eisenbahnlinie zwischen Mombasa und dem Victoria-See entsteht.
1920 Kenia wird Kronkolonie. Es finden schwere Auseinandersetzungen zwischen ostafrikanischen Widerstandsgruppen und der britischen Regierung statt.
1951-1956 Die Widerstandsgruppen erstarken und sammeln sich unter der Gewerkschaft Kenya African Union, unter ihnen ist Jomo Kenyatta, der später Präsident des unabhängigen Kenia sein wird. Als Mau-Mau-Aufstand ist eine Reihe von Anschlägen bekannt, die aus dieser Bewegung hervorgingen. Die Kolonialregierung reagiert mit der Verhängung eines Ausnahmezustandes, Kenyatta wird verhaftet. In den Kämpfen um die Unabhängigkeit Kenias sterben zahlreiche Afrikaner.
1961 Erste allgemeine Wahlen finden nach jahrelangen Kämpfen statt. Die Kenya African National Union gewinnt.
1963 Kenia wird unabhängig, der erste Präsident des freien Kenias ist Jomo Kenyatta. Ein Jahr später wird die Republik offiziell ausgerufen.
1969 Kenyatta schwächt seine Gegner, die Opposition wird von der Teilnahme an den Wahlen ausgeschlossen. Der Präsident gerät in Verdacht, das Land in Korruption und Tribalismus zu führen.
1978 Nach dem Tod Kenyattas wird Daniel Toroitich arap Moi zum neuen Präsidenten Kenias.
1982 Bei einem Putschversuch gelingt es Moi, Kenia zu einem Einparteienstaat umzugestalten. Die Opposition wird unterdrückt.
1991 Westliche Geberländer reagieren auf die Entwicklungen in Kenia mit der Kürzung von finanziellen Hilfsmitteln. Sie fordern gemeinsam mit kenianischen Widerstandsgruppen demokratische Strukturen im Land.
1992 Der Druck aus dem In- und Ausland wird zu groß: Moi gibt nach und es gibt wieder Mehrparteien-Wahlen in Kenia. Dennoch ist es keine echte Besserung der Situation. Moi wird im Jahr 1998 wiedergewählt, ihm wird Wahlfälschung vorgeworfen.
2002 Die ersten demokratischen und wirklich freien Wahlen im Jahr 2002 finden statt, neuer Präsident Kenias wird Mwai Kibaki aus der National Rainbow Coalition (NARC). Ein Aufschwung in Politik und Wirtschaft findet statt.
2007 Von Unruhen und Gewalt ist die Wahl im Jahr 2007 geprägt, die erneut Kibaki gewinnt. Ihm wird Wahlbetrug vorgeworfen. Tausende Menschen kommen bei den Auseinandersetzungen im Land um, Hunderttausende werden vertrieben.
 2008 Nach Vermittlung durch Kofi Annan, dem damaligen Generalsekretär der UN, einigen sich die zerstrittenen Parteien auf eine Teilung der Regierungsmacht. Neuer Premierminister wird Raila Odinga aus der Orange Democratic Movement.
 2010 Eine neue Verfassung wird ausgearbeitet und bei einer Abstimmung von der Bevölkerung bestätigt.