Hell's Gate Nationalpark

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Mit seinen 68,5 km² Fläche ist der Hell's Gate Nationalpark eines der kleinsten Schutzgebiete Kenias. Dennoch wird der Park 90 km norwestlich von Nairobi von vielen Urlaubern aufgesucht. Dies hat vor allem mit seiner atemberaubenden Landschaft zu tun, in der eine vielseitige Tierwelt beheimatet ist. Auf der verhältnismäßig kleinen Fläche sind die verschiedenen Landschaften des Rift Valley vereint. Ganz im Westen befindet sich eine Vulkangegend, die häufig mit der Landschaft auf dem Mond verglichen wird und in deren Mitte sich der erlosche Vulkan Ol Karia erhebt. Die anderen Gegenden des Hell's Gate Nationalpark sind von Savanne und Wäldern geprägt.

File 852Seinen Namen erhielt das Schutzgebiet auf Grund der Njorowa-Schlucht, auch "Höllentor" genannt. Diese ist zum Teil sehr eng und nur zu Fuß erreichbar. Ihren Beginn markieren der Fischer Tower und der Central Tower, zwei erkaltete Vulkankegel. Viele verschiedene Tiere leben in der Schlucht, die von Basaltfelsen gerahmt ist. Im Park leben Zebras, Giraffen, Büffel, Geparden, Leoparden und Hyänen. Außerdem kommen verschiedene Affen sowie einige Antilopen- und Gazellenarten vor. Zu den besonderen Pflanzen des Hell's Gate Nationalpark gehören der Kampferbaum sowie die Dissotis-Blume.

Der Hell's Gate Nationalpark kann ohne professionelle Begleitung erkundet werden, da es hier weder Elefanten noch Löwen gibt. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, auf eigene Faust zu Fuß oder mit dem Fahrrad den Park näher kennen zu lernen. Sogar Motorradfahren ist im Schutzgebiet gestattet. Wer mag, kann im weitläufigen Gelände übernachten, dafür stehen auch einfache Campingplätze zur Verfügung. Und für Kulturinteressierte wurde im Hell's Gate Nationalpark ein Massai-Kultur-Zentrum errichtet, das die Kultur, Geschichte und Traditionen der Massai thematisiert.