Land & Leute

Geografie  
Lage Kenia liegt in Ostafrika eingebettet zwischen dem Sudan, Äthiopien, Somalia, Tansania, Uganda sowie dem Indischen Ozean (Koordinaten: 34º bis 42º östlicher Länge, 5º nördlicher Breite bis 5º südlicher Breite). 
Klima Unterschiedlichen Klimazonen machen es möglich, in Kenia zu jeder Jahreszeit einen schönen Urlaub zu verbringen. Klassische Jahreszeiten wie in Mitteleuropa gibt es nicht, das Jahr wird durch Regenzeiten strukturiert. Die „große Regenzeit“ hält an von März bis Juni, die „kleine Regenzeit“ von Ende Oktober bis Mitte Dezember.
Am Indischen Ozean scheint die Sonne außerhalb der Regenzeit acht Stunden pro Tag, die durchschnittliche Tagestemperatur beträgt 28 Grad, die Wassertemperatur ganzjährig ca. 25 Grad. Das Klima ist feucht-heiß.
Etwa 75 % Kenias werden von dem Nyika-Plateau bedeckt. (Halb-)Wüste im Norden und Trockensavanne an der Grenze zu Tansania prägen die Landschaft dort, die Niederschläge sind gering.
Im Zentralen Hochland muss ganzjährig mit Niederschlag gerechnet werden, die Nächte können sehr kühl sein, das Klima ist gemäßigt. Für Hochgebirgstouren eignen sich die Monate Dezember bis Februar, in denen eher weniger Regen fällt.
Einen Anteil von etwa 3755 Quadratkilometern hat Kenia am Viktoriasee. Das Klima in dieser Region ist feucht-warm und erlaubt eine üppige Vegetation. 
Flora & Fauna Sowohl in der Pflanzen- als auch in der Tierwelt wartet Kenia mit einer beeindruckenden Vielfalt in den unterschiedlichen Vegetationsformen auf. Am Indischen Ozean beispielsweise blühen tropische Gewächse, gedeihen Limonen, Orangen und Mangos. Weite Teile werden von Kokospalmen bedeckt, welche mannigfaltig genutzt werden können.
Hinter der Küste beginnen Busch und Savanne. Dort (und auch vereinzelt an der Küste) findet man den so genannten Affenbrotbaum (Baobab). Dieser kann große Wassermengen speichern und dadurch lange Trockenzeiten überleben.
Richtung Nordwesten steigt das Land an bis zu seinen höchsten Gipfeln. Hier gibt es weite Hochland- sowie Bergwälder. Unter anderem am Mount Kenya ist der Bergbambus zu Hause, welcher bis zu 15 Meter groß werden kann. Im Nebelwald stößt man auf ein Gewirr herabhängender Lianen und Flechten. Über dem Waldgürtel ist Moorland, bis zu 4500 Metern erstreckt sich die afro-alpine Pflanzendecke, in den Geröllhalden ganz oben sind nur noch vereinzelt Mose und Flechten zu finden.
Die White Highlands (Gegend um das Rift Valley bis hin zum Viktoriasee) werden landwirtschaftlich intensiv genutzt. Insbesondere Kaffee, Tee, Gemüse und Sisal werden angebaut. Durch die Verdunstung gibt es rund um den Viktoriasee reichlich Niederschlag, was eine üppige Vegetation erlaubt.
Nördlich des Sees befindet sich das Massiv um den Mount Elgon. Auf den Hängen des erloschenen Vulkans finden sich Regenwald, Bambusdschungel sowie Hochmoor.
Im Norden Kenias trifft man auf (Halb-)Wüste. Reine Wüstenvegetation gibt es in der Chalbi-Wüste mit Niederschlägen unter 250 mm. Nur äußerst widerstandsfähige Gräser und Wüstenbüsche überleben dort.
Kenias beeindruckende Tierwelt kann man in den Nationalparks und Reservaten am besten beobachten. Vertretene Tierarten sind u. a.: Gepard (schnellstes Landtier), Afrikanischer Wildhund (vom Aussterben bedroht), Affe (z. B. Pavian), Flusspferd (Achtung: angriffslustig), Giraffe (größtes Tier der Welt), Zebra (häufig zusammen mit der Antilope zu beobachten), Strauß (größter Vogel), Sekretär (Greifvogel), Geier (bei jeder Safari zu sehen: entweder über einen Kadaver gebeugt oder in der Luft bei seiner Suche nach Aas). Nicht zu vergessen, „the big five“: Löwe, Leopard, Büffel, Nashorn, Elefant. 
Gebirge Viele Trekker zieht es nach Ostafrika, um im Gebirge traumhafte Touren zu unternehmen. Gebirge/Berge Kenias sind u. a.:
- Mount-Kenya (höchster Berg mit 5199 Metern)
- Mount Elgon (zweithöchster Berg mit 4321 Metern)
- Aberdares (dritthöchste Gebirgskette im Land/höchste Erhebung: Ol Doinyo Lesatima mit 3999 Metern)
- Cherangani Hills (vierthöchstes Gebirge im Land) 
   
Menschen  
Bevölkerung  Rund 39 Millionen Einwohner.
Gemeinden Die größten Gemeinden mit über 200.000 Einwohnern sind Nairobi (Verwaltungseinheit Nairobi,Hauptstadt), Mombasa (Verwaltungseinheit Coast), Kisumu (Verwaltungseinheit Nyanza), Nakuru (Verwaltungseinheit Rift Valley), Eldoret (Verwaltungseinheit Rift Valley), Ruiru (Verwaltungseinheit Central).
Ausländer Nicht-afrikanische Gruppen (Europäer, Asiaten, Araber) machen etwa 1 % der Einwohner aus. 
Sprachen Mehr als 50 unterschiedliche Sprachen/Dialekte werden in Kenia von den verschiedenen ethnischen Gruppen gesprochen. Landessprache und zweite Amtssprache ist Swahili, erste Amtssprache und Geschäftssprache Englisch. An der für den Tourismus erschlossenen Küste kann man sich teilweise auch in Deutsch verständigen. 
Religion Zirka 70 % der Kenianer sind Christen, etwa 6 % Moslems, 19 % bekennen sich zu traditionellen Religionen (meist afrikanischen Ursprungs). 
   
Regierung  
Status  Präsidiale Republik
Politische Institutionen  Der Präsident ist das Zentrum der Macht. Er ernennt seinen Stellvertreter sowie den obersten Richter, kann diese wieder entlassen, das Parlament auflösen. Auch ist er Oberkommandierender der Streitkräfte. Gesetze verabschiedet die Nationalversammlung.
Präsident Mwai Emilio Stanley Kibaki 
Hymne Text: Graham Hyslop, Thomas Kalume, Peter Kibukosya, Washington Omondi
Musik: George W. Senoga-Zake 
   
Wirtschaft  
Wirtschaftszweige Landwirtschaft (trägt ca. 24 % zum Bruttoinlandsprodukt bei)
Industrie (ca. 17 %)
Dienstleistungen (ca. 60 %)
Tourismus Der Tourismus ist der größte Devisenbringer des Landes.
Die meisten Urlauber machen eine Safari oder einen Urlaub am Strand. 
Pro-Kopf-Einkommen 1000 $ / Jahr