Naivasha-See

File 687Ein rätselhafter See, der Heimat für unzählige Lebewesen ist – das ist der Naivasha-See nordwestlich von Nairobider Hauptstadt von Kenia. Er gehört zu den Gewässern des Rift Valley. Wer Natur sucht und Tiere liebt kommt hier voll auf seine Kosten. Eine vielfältige Vogelwelt ist zu bestaunen und nicht zuletzt beeindrucken die zahllosen Nilpferde, die in diesem Süßwassersee leben.

File 855Die meisten Touristen buchen eine Bootsfahrt, um den Tieren nahe zu kommen. Es ist ein unvergessliches Erlebnis, wenn sich die Nilpferde in unmittelbarer Nähe zum Boot im Wasser tummeln. Die Tiere kommen jedoch immer wieder auch ans Ufer, um ein wenig zu grasen. Der See ist zu vielen Teilen mit Wasserpflanzen bedeckt, was gemeinsam mit den Seeadlern und Reihern ein sehr schönes Fotomotiv hergibt. Tiere beobachten kann man auch vom Crescent Island aus. Diese kleine Insel beherbergt ein Naturschutzgebiet, in dem neben Pelikanen, Marabus und Seeadler auch Gazellen, Giraffen und Felspythons leben.

File 822Viele internationale Wissenschaftler haben sich bereits mit dem Naivasha-See in Kenia beschäftigt. Das hat damit zu tun, dass er einen stark schwankenden Wasserspiegel vorzuweisen hat, der mit einem unterirdischen Abfluss erklärt wird. Dieser ist jedoch bisher nicht gefunden worden. Zum anderen wird die intensive Nutzung des Wassers verantwortlich gemacht. Denn das Wasser wird nicht nur zum Trinken entnommen, sondern auch zur Bewirtschaftung der großen Blumenfelder, die sich unweit vom See befinden. Vor allem Rosen werden angebaut, die dann nach Europa exportiert werden. Tatsache ist: Der Naivasha-See wird mit der Zeit immer kleiner. Und durch die Überfischung gilt auch für den Naivasha-See in Kenia das, was heute für so viele Gewässer der Erde gilt – die Tiere werden immer seltener. Und das gesamte Ökosystem droht zusammenzubrechen. Hoffentlich wird der in der Region stärker werdende Umweltschutz hier noch eingreifen und diese herrlichen Landschaften bewahren können.