Ruinenstadt Gedi

File 693Nach dieser Sehenswürdigkeit muss man ein wenig suchen. Tief versteckt mitten in den Wäldern bei Malindi befindet sich die ehemalige Stadt Gedi, die heute in Ruinen erhalten ist. Man geht davon aus, dass diese Siedlung etwa im 13. Jahrhundert gegründet wurde und dass sie im 15. Jahrundert zu einer bedeutenden und wohlhabenden Stadt wurde. Doch bereits zwei Jahrhunderte später wurde Gedi verlassen und ist seitdem unbewohnt. Warum, das weiß keiner. Viele Rätsel gibt die Ruinenstadt den Forschern auf, denn in historischen Dokumenten wird dieser Ort nicht erwähnt. Sie wurde erst 1920 zufällig hier entdeckt. Bei Ausgrabungen wurden viele seltene und für diese Region ungewöhnliche Gegenstände gefunden: Original chinesisches Porzellan aus der Ming-Dynastie und persische Tonarbeiten. Man geht daher davon aus, dass Gedi gute Handelsbeziehungen in viele Teile Asiens hatte.

File 810Es ist bis heute ein verwunschener Ort, der von vielen Touristen als sehr romantisch wahrgenommen wird: Spitzbögen und altes Gemäuer, dazwischen die Wurzeln und grünes Geflecht der gigantischen Bäume. Gut erhalten sind die Außenmauern der Häuser, die zu der Zeit aus Korallenkalk hergestellt wurden. Sie gelten nicht zuletzt deshalb als wichtige Beispiele für ostafrikanische Baukunst. Neben den Wohnhäusern lassen Überreste eine Hauptmoschee sowie kleinere Moscheen und einen Palast erahnen. Wer mag, kann sich von einem Guide Hintergrundwissen geben lassen. Dabei wird der Besucher häufig auch auf Kleinigkeiten hingewiesen, die er sonst schnell übersehen hätte.

Zur Ruinenstadt Gedi gehört inzwischen ein kleines Museum, das die wichtigsten Fundstücke des Ortes ausstellt.