Turkana-See (Rudolf-See)

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Das größte Binnengewässer von Kenia und der größte Wüstensee weltweit ist der Turkana-See, der auch als Rudolf-See bekannt ist. Dieser Name geht auf den österreichischen Kronprinzen Rudolf zurück. Der erste Europäer, der am Ufer des See stand – Graf Teleki – gab dem Gewässer den ungewöhnlichen Namen. Dies war Ende des 19. Jahrhunderts. Heute ist der See aufgrund der einzigartigen Schönheit eine Sehenswürdigkeit und vor allem bei Natursuchenden beliebt.

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Der Turkana-See ist Teil des Rift Valley und ist damit in eine trockene Landschaft voller Vulkane gebettet. Aufgrund der Kombination von starker Verdunstung und mangelnden Zuflüssen versalzt der See immer mehr, auch nimmt sein Wasserspiegel stetig ab. Etwa 10 m flacher soll der Turkana-See inzwischen sein. Eine ungemütliche Natur, die fast einer Mondlandschaft gleicht, umgibt das Gewässer. 

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Hat der Besucher jedoch einmal den Weg dorthin gefunden, wird er mit einem türkis schimmernden See voller Exotik belohnt. Wegen seiner ungewöhnlichen Farbe wird der Turkana-See auch als Jademeer bezeichnet. In seiner Mitte liegt eine kleine Insel, die den Namen Central Island trägt. Sie besteht aus Felsen und drei Vulkanseen, die als die Brutstätten der Nilkrododile bekannt sind.

Das salzige Wasser ist voller Lebewesen: Es gibt die erwähnten Krokodile und große Fische wie der Tigersalmler, der Tilapia und der Nilbarsch, aber auch viele kleine Fischarten. Angeblich werden bis zu 1000 Tonnen Fisch pro Jahr gefangen und das schon seit vielen Jahren. Aufgrund des intensiven Fischfangs gehen jedoch die Bestände stetig zurück. Inzwischen wird vor Überfischung gewarnt.