Nairobi

File 726

Während Mombasa den Ruf hat, eine gemütliche Großstadt zu sein, trifft das auf Nairobi überhaupt nicht zu: Menschenmassen, chaotischer Verkehr und die Hektik einer typischen Metropole – so könnte man die Hauptstadt Kenias wohl am besten charakterisieren. Es ist eine schnell anwachsende Großstadt, was zur Slumbildung geführt hat und so lebt heute ein Großteil der Bevölkerung Nairobis in einfachen Hütten. Aber es gibt auch vornehme Wohngegenden, die damit den krassen Gegensatz zwischen der armen und der reichen Bevölkerung Kenias deutlich machen. Vor allem Norden und Westen der Stadt gelten als Wohngegenden der Wohlhabenden. Der Osten Nairobis dagegen hat einen weniger guten Ruf, er ist das "Problemviertel" der Stadt.

File 657

Für den Kenia-Reisenden ist vor allem die Innenstadt von Nairobi interessant. Sie ist verhältnismäßig klein und daher überschaubar. Es lohnt sich, das ehemalige Basarviertel zu besuchen, das bis heute ein wichtiger Ort zum Feilschen ist. Die Kenyatta Avenue gilt als Nairobis Prachtstraße, sie ist von Palmen und vielen Kolonialbauten geprägt. Auch in der Moi Avenue finden sich zahlreiche Häuser aus der Kolonialzeit, viele von ihnen werden weiterhin als Läden genutzt. Besonders sehenswerte Gebäude sind das Diamond House sowie die Khoja Moschee. Das älteste Haus von Nairobi ist das Provincial Comissioner's Office, in dem wechselnde Ausstellungen zu sehen sind. Kunst- und Geschichtsinteressierte kommen jedoch vor allem im National Museum of Kenya auf ihre Kosten. Eine Galerie stellt zeitgenössische kenianische Kunst aus und es gibt unzählige historische Gegenstände aus der Region zu besichtigen. Ausgestopfte Tiere, eine geologische Ausstellung und besonders die paläantropologische Sammlung begeistern Besucher von jung bis alt: Hier sind spannende Knochenfunde zu besichtigen. Ein Railway Museum klärt außerdem in der Nähe des Bahnhofs in Nairobi über die historische Entwicklung der kenianischen Eisenbahn auf.

File 900Wer genug vom Stadtbummel hat, kann sich ein wenig Ruhe im Park namens Jevanjee Gardens gönnen. Um ein Denkmal für Queen Victoria herum sind Grünflächen angelegt, auf denen sich Einheimische und Touristen gleichermaßen gerne treffen. Etwas außerhalb der Innenstadt gibt es mit dem Arboretum einen weiteren Park, der botanische Garten ist sogar noch etwas idyllischer.

Im Vergleich zum kenianischen Durchschnittsbürger ist man als Europäer wohlhabend, doch diesen Reichtum sollte man möglichst nicht zur Schau tragen. Daher ist es in Nairobi wichtig, wertvolle Gegenstände unauffällig bei sich zu haben. Dies schützt einen vor Überfällen und Diebstählen. Es wird außerdem abgeraten, nachts alleine auf langer Strecke durch die Stadt oder an den Stränden unterwegs zu sein.