Nakuru

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Im Rift Valley, nicht weit vom Nakuru-See entfernt, liegt die Stadt Nakuru. Die Gründung des Ortes geht auf den Bau der Uganda-Bahn zurück, für die im Jahr 1900 eine Bahnstation errichtet werden sollte. Die Stadt verbindet damit Nairobi mit Eldoret und dem Nachbarstaat Uganda. Seitdem war Nakuru ein wichtiger Stützpunkt für die britische Kolonialregierung, vor allem für den Gütertransport. Bis heute ist die Stadt als Zentrum der Landwirtschaft bekannt. Die renommierteste Agrar-Hochschule von Kenia hat in der Nähe ihren Sitz und die gewaltigen Getreidesilos der Stadt sind schon von weitem sichtbar. Es wird Vieh gezüchtet und vor allem Getreide angebaut, aber auch die seltene Pyrethrumblume. Diese Pflanze wird als natürliches Insektizid eingesetzt und stellt damit eine harmlose Variante aller giftigen Schädlingsbekämpfungsmittel dar. Kenia ist seit einigen Jahrzehnten der weltgrößte Produzent des Wirkstoffes Pyrethrin.

Etwas außerhalb der Stadt befindet sich mit dem Hyrax Hill eine der wichtigsten Grabungsstätten des Landes aus der Jungsteinzeit. Hier sind Reste von Siedlungen und Gräbern zu besichtigen, die zum Teil aus dem Jahr 1500 v. Chr. stammen. Ein kleines Museum liefert Hintergrundwissen und wer mag, steigt zum Gipfel des Hyrax Hill hinauf. Von oben hat man einen herrlichen Ausblick auf den Nakuru-See und die umliegende Landschaft. Diese Gegend ist Teil des Nakuru-See-Nationalparks, der vor allem durch die vielen Flamingos bekannt ist, die am Gewässer leben. Eine weitere Sehenswürdigkeit in der Nähe von Nakuru ist der Menengai Krater. Man kann ihn zu Fuß in etwa drei bis vier Stunden von der Stadt aus erreichen, aber auch eine Straße führt zum Krater. Von einem Aussichtspunkt aus hat der Besucher einen wunderbaren Überblick über die Savanne bis hin zum Bogoria-See.